Warum man Netto nicht einfach hochrechnen kann
Wer „netto mal 1,5“ rechnet, liegt fast immer daneben. Die Abzüge wachsen nicht gleichmäßig mit dem Gehalt: Die Lohnsteuer ist progressiv, die Sozialabgaben enden an den Beitragsbemessungsgrenzen, und in der Steuerklasse III fällt bis zu einem deutlich höheren Einkommen gar keine Lohnsteuer an. Der Rechner probiert deshalb so lange verschiedene Bruttobeträge durch, bis das berechnete Netto auf den Cent stimmt – mit derselben Berechnung wie unser Brutto-Netto-Rechner.
Wie viel Brutto für welches Netto? (2026, ohne Kirchensteuer, kinderlos, NRW)
| Wunschnetto pro Monat | Steuerklasse I | Steuerklasse III |
|---|---|---|
| 2.000 € | 2.904 € | 2.556 € |
| 2.500 € | 3.805 € | 3.294 € |
| 3.000 € | 4.747 € | 4.122 € |
| 3.500 € | 5.737 € | 4.981 € |
| 4.000 € | 6.659 € | 5.852 € |
Auffällig: Für die ersten 2.000 € netto genügen in Klasse I rund 2.900 € brutto. Für jede weitere 500 € netto braucht es dann fast 1.000 € mehr brutto. Wer in einer Gehaltsverhandlung „500 € mehr netto“ fordert, verlangt also in Wahrheit fast das Doppelte.
Wann der Rechner hilft
- Gehaltsverhandlung: Sie kennen Ihre Fixkosten und wollen wissen, welches Bruttojahresgehalt Sie nennen müssen.
- Jobwechsel: Ein Angebot wird in Brutto formuliert, Ihr Vergleichsmaßstab ist das heutige Netto.
- Nettolohnvereinbarung: Arbeitgeber, die ein festes Netto zusagen, müssen das passende Brutto kennen.