Gehaltserhöhung-Rechner 2026

Eine Gehaltserhöhung von 200 € brutto bringt nicht 200 € mehr aufs Konto. Der Rechner zeigt, wie viel davon nach Lohnsteuer und Sozialabgaben 2026 tatsächlich bleibt.

Gesetzliche Werte 2026, aus amtlichen Quellen · Aktualisiert am 23. Oktober 2026

Ihre Angaben

€
In Prozent oder in Euro brutto, je nach gewählter Art und im gewählten Zeitraum.
I: ledig · II: alleinerziehend · III/V: verheiratet mit ungleichem Einkommen · IV: verheiratet mit ähnlichem Einkommen · VI: Zweitjob.
Kinderfreibeträge mindern nur Soli und Kirchensteuer. In Steuerklasse I zählt jedes Kind mit 0,5.
Kinderlose ab 23 Jahren zahlen einen Zuschlag von 0,6 % zur Pflegeversicherung.
%
Durchschnitt 2026: 2,9 %. Den genauen Wert nennt Ihre Krankenkasse.

Beispielrechnung

Mehr Netto pro Monat
106,50 €
Davon bleiben netto
53,2 %
Brutto vorher 4.000,00 €
Brutto nachher 4.200,00 €
Erhöhung brutto 200,00 €
Zusätzliche Steuern -50,00 €
Zusätzliche Sozialabgaben -43,50 €
Netto vorher 2.598,17 €
Netto nachher 2.704,67 €
Mehr Netto pro Monat 106,50 €
Mehr Netto im Jahr 1.278,00 €
Abzüge auf die Erhöhung (Grenzbelastung) 46,8 %

Die Erhöhung wird mit Ihrem Grenzsteuersatz besteuert, der höher ist als der Durchschnittssteuersatz.

Statt einer Erhöhung kann der Arbeitgeber steuerfreie Extras gewähren, zum Beispiel Sachbezüge bis 50 € im Monat (Gutscheine, Tankkarte) oder ein Jobticket: Sie kommen ohne Abzüge an.

Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag nach dem amtlichen Programmablaufplan 2026 des Bundesfinanzministeriums (allgemeine Lohnsteuertabelle, gesetzlich versichert).

Netto-Plus pro Monat je nach Erhöhung
ErhöhungPlus bruttoPlus nettoBleibt netto
1 %40,00 €21,38 €53,5 %
2 %80,00 €42,68 €53,4 %
3 %120,00 €63,98 €53,3 %
5 %200,00 €106,50 €53,2 %
7,5 %300,00 €159,33 €53,1 %
10 %400,00 €211,92 €53 %
15 %600,00 €316,25 €52,7 %
20 %800,00 €419,50 €52,4 %
Die Ergebnisse dienen nur zur Orientierung und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar. Trotz sorgfältiger Prüfung können sie Fehler enthalten oder den aktuellsten Stand der Gesetzgebung nicht wiedergeben. simularo übernimmt keine Haftung für Entscheidungen, die auf dieser Grundlage getroffen werden. Nutzungsbedingungen

Warum von der Erhöhung weniger bleibt als vom Gehalt

Ihr Gehalt wird im Durchschnitt mit vielleicht 35 % belastet. Auf jeden zusätzlichen Euro fällt aber der Grenzsteuersatz an, der wegen der Progression höher ist als der Durchschnitt, dazu rund 21 % Sozialabgaben. Deshalb bleibt von einer Erhöhung meist nur etwa die Hälfte.

Beispiel

Bei 4.000 € brutto im Monat, Steuerklasse I, ohne Kinder in Nordrhein-Westfalen bringt eine Erhöhung um 5 % (200 € brutto) rund 107 € netto mehr im Monat. Es bleiben also 53 % der Erhöhung; 47 % gehen an Lohnsteuer und Sozialversicherung.

Wovon das Netto-Plus abhängt

  • Steuerklasse: In Klasse V ist der Abzug auf jeden zusätzlichen Euro am höchsten, in Klasse III am niedrigsten.
  • Beitragsbemessungsgrenzen: Oberhalb von 69.750 € (Kranken- und Pflegeversicherung) und 101.400 € im Jahr (Renten- und Arbeitslosenversicherung) fallen auf die Erhöhung keine Beiträge mehr an. Dort bleibt mehr von einer Erhöhung übrig, auch wenn der Steuersatz höher ist.
  • Kirchensteuer: Sie kostet zusätzlich 8 oder 9 % der Lohnsteuer.

Kann man durch eine Erhöhung weniger Netto haben?

Nein. Der Einkommensteuertarif steigt stetig an: Ein höherer Grenzsteuersatz gilt nur für die zusätzlichen Euro, nicht für das ganze Einkommen. Eine Erhöhung bringt also immer mehr Netto, auch wenn der Anteil sinkt. Ausnahmen sind einkommensabhängige Sozialleistungen wie Wohngeld oder Kinderzuschlag, die wegfallen können.

Alternativen zur Gehaltserhöhung

Statt mehr Gehalt kann der Arbeitgeber steuer- und abgabenfreie Extras gewähren: Sachbezüge bis 50 € im Monat (Gutscheine, Tankkarte), ein Jobticket, Zuschüsse zur Kinderbetreuung im Kindergarten oder ein Dienstrad. Davon kommt jeder Euro vollständig an.

Häufige Fragen

In Steuerklasse I bei einem mittleren Gehalt meist 50 bis 57 €. Bei 3.000 € brutto im Monat sind es rund 56 €, in Steuerklasse V deutlich weniger.

Bei einem Jobwechsel sind 10 bis 20 % möglich, im selben Unternehmen sind 3 bis 5 % pro Jahr verbreitet. Eine Erhöhung unterhalb der Inflationsrate ist real eine Gehaltskürzung.

Der Anteil eines zusätzlichen Euros brutto, der an Steuern und Sozialabgaben geht. Bei mittleren Einkommen liegt er in Deutschland oft zwischen 45 und 50 %.

Eine Einmalzahlung wird als sonstiger Bezug versteuert und ist ebenfalls beitragspflichtig, steuerlich also kaum günstiger. Eine dauerhafte Erhöhung wirkt dagegen auf alle künftigen Gehälter, auf Lohnersatzleistungen und auf die Rente.