Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen: 6,5 %
Nordrhein-Westfalen erhebt seit 2015 einen Satz von 6,5 % und gehört damit zu den teuersten Ländern. Im bevölkerungsreichsten Bundesland macht die Grunderwerbsteuer oft den größten Posten der Kaufnebenkosten aus, vor dem Makler. Im Nachbarland Niedersachsen und in Rheinland-Pfalz sind es 5,0 %.
Das ist der höchste Satz in Deutschland; ebenso hoch ist er in Brandenburg, im Saarland und in Schleswig-Holstein.
Beispiele für Nordrhein-Westfalen
| Kaufpreis | Grunderwerbsteuer Nordrhein-Westfalen | Zum Vergleich: Bayern (3,5 %) |
|---|---|---|
| 200.000 € | 13.000 € | 7.000 € |
| 300.000 € | 19.500 € | 10.500 € |
| 400.000 € | 26.000 € | 14.000 € |
| 500.000 € | 32.500 € | 17.500 € |
| 750.000 € | 48.750 € | 26.250 € |
Vergleich mit den Nachbarländern
Grunderwerbsteuer bei einem Kaufpreis von 400.000 €; der Unterschied bezieht sich auf Nordrhein-Westfalen (26.000 €).
| Bundesland | Satz | Steuer | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Niedersachsen | 5,0 % | 20.000 € | −6.000 € |
| Hessen | 6,0 % | 24.000 € | −2.000 € |
| Rheinland-Pfalz | 5,0 % | 20.000 € | −6.000 € |
So sparen Sie Grunderwerbsteuer
- Bewegliche Gegenstände gesondert ausweisen: Eine Einbauküche, eine Markise oder Möbel sind mit einem realistischen Zeitwert im Kaufvertrag steuerfrei. Bei 8.000 € für die Küche sparen Sie in Nordrhein-Westfalen 520 €.
- Grundstück und Hausbau trennen: Wer das Grundstück unabhängig von der Baufirma kauft, zahlt die Steuer nur auf das Grundstück. Bei einem Bauträger oder einem einheitlichen Vertragswerk zählen die Baukosten mit.
- Instandhaltungsrücklage: Beim Kauf einer Eigentumswohnung gehört der Anteil an der Rücklage der Gemeinschaft nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zur Bemessungsgrundlage; ein Abzug ist also nicht möglich.
- Befreiungen: Käufe zwischen Ehegatten, eingetragenen Lebenspartnern sowie zwischen Eltern und Kindern sind steuerfrei, ebenso Schenkungen und Erbschaften.