Grunderwerbsteuer in Bayern: 3,5 %
Bayern ist das einzige Bundesland, das den Steuersatz nie erhöht hat, seit die Länder ihn 2006 selbst festlegen dürfen. Mit 3,5 % ist die Grunderwerbsteuer hier die niedrigste in Deutschland. Wegen der hohen Immobilienpreise in München und im Umland ist der Betrag in Euro trotzdem oft beträchtlich.
Das ist der niedrigste Satz in Deutschland.
Beispiele für Bayern
| Kaufpreis | Grunderwerbsteuer |
|---|---|
| 200.000 € | 7.000 € |
| 300.000 € | 10.500 € |
| 400.000 € | 14.000 € |
| 500.000 € | 17.500 € |
| 750.000 € | 26.250 € |
Vergleich mit den Nachbarländern
Grunderwerbsteuer bei einem Kaufpreis von 400.000 €; der Unterschied bezieht sich auf Bayern (14.000 €).
| Bundesland | Satz | Steuer | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 5,0 % | 20.000 € | +6.000 € |
| Hessen | 6,0 % | 24.000 € | +10.000 € |
| Thüringen | 5,0 % | 20.000 € | +6.000 € |
| Sachsen | 5,5 % | 22.000 € | +8.000 € |
So sparen Sie Grunderwerbsteuer
- Bewegliche Gegenstände gesondert ausweisen: Eine Einbauküche, eine Markise oder Möbel sind mit einem realistischen Zeitwert im Kaufvertrag steuerfrei. Bei 8.000 € für die Küche sparen Sie in Bayern 280 €.
- Grundstück und Hausbau trennen: Wer das Grundstück unabhängig von der Baufirma kauft, zahlt die Steuer nur auf das Grundstück. Bei einem Bauträger oder einem einheitlichen Vertragswerk zählen die Baukosten mit.
- Instandhaltungsrücklage: Beim Kauf einer Eigentumswohnung gehört der Anteil an der Rücklage der Gemeinschaft nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zur Bemessungsgrundlage; ein Abzug ist also nicht möglich.
- Befreiungen: Käufe zwischen Ehegatten, eingetragenen Lebenspartnern sowie zwischen Eltern und Kindern sind steuerfrei, ebenso Schenkungen und Erbschaften.