Die Regeln der Banken
Schweizer Banken rechnen nicht mit dem aktuellen Hypothekarzins, sondern mit einem kalkulatorischen Zins von 5 %. So soll die Finanzierung auch bei steigenden Zinsen tragbar bleiben. Die jährlichen Wohnkosten setzen sich zusammen aus:
- 5 % Zins auf der ganzen Hypothek,
- 1 % des Kaufpreises für Neben- und Unterhaltskosten,
- der Amortisation der 2. Hypothek: Der Teil über zwei Dritteln des Werts muss innerhalb von 15 Jahren zurückbezahlt werden, spätestens bis zur Pensionierung.
Diese Kosten dürfen höchstens ein Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen. Dazu verlangen die Banken mindestens 20 % Eigenmittel, davon mindestens 10 % ohne Pensionskassengeld.
Beispiel
| Eigentumswohnung für 1 000 000 Franken | pro Jahr |
|---|---|
| Eigenmittel 200 000 Franken, Hypothek 800 000 Franken | |
| Kalkulatorischer Zins 5 % | 40 000 Franken |
| Nebenkosten 1 % | 10 000 Franken |
| Amortisation von 133 333 Franken über 15 Jahre | 8889 Franken |
| Total | 58 889 Franken |
Nötig ist also ein Bruttoeinkommen von rund 176 700 Franken. Mit einem Einkommen von 120 000 Franken und denselben Eigenmitteln liegt der maximale Kaufpreis bei rund 770 000 Franken.
Was die Tragbarkeit verbessert
- Mehr Eigenmittel: Jeder Franken mehr senkt den kalkulatorischen Zins um 5 Rappen pro Jahr.
- Zweites Einkommen: Viele Banken rechnen das Einkommen beider Partner an, wenn beide Kreditnehmer sind.
- Älter als 50? Die Amortisation muss bis zur Pensionierung abgeschlossen sein. Je kürzer die verbleibende Zeit, desto höher die jährliche Amortisation; viele Banken prüfen ausserdem die Tragbarkeit mit dem Renteneinkommen.